Mutter & Die 4 Phasen der Kindheit

Mutter & Die 4 Phasen der Kindheit

Die Baby-Phase 0-9 Monate

Ich bin du

Die 1. Phase ist die des Säuglings von 0-9 Monaten. In dieser Zeit entscheidet sich vor allem, ob du Vertrauen oder Misstrauen gegenüber deiner Umwelt, gegenüber deiner Mutter entwickelst. Du bist in im reinen Seins-Zustand ohne Bewertung, in Einheit mit deiner Umgebung – mit deiner Mutter. 

Als Baby bist du in einem Zustand totaler Abhängigkeit und ohne Ich-Gefühl. Du bist darauf angewiesen, dass du deine Grundbedürfnisse erfüllt bekommst. Ganz narzisstisch fordert ein Baby dies von der Mutter ein und spürt ganz genau, ob es ein Recht darauf bekommt oder nicht. 

Bei positiver Resonanz entwickeln sich gesunde und wichtige Überzeugungen wie: Ich kann vollends vertrauen, ich darf von einer Person abhängig sein, meine Bedürfnisse sind ok und sie werden erfüllt. Ich bin willkommen, und es ist immer jemand da, der für mich sorgt – inklusive Streicheleinheiten und Körperwärme.

Wie ist das, wenn du diese Sätze liest – stimmen sie für dich oder machen sie dich traurig? 

Ich gehöre dazu

Auch Gefühle der Verlassenheit und Zugehörigkeit entstehen in dieser Zeit. Diese entwickeln sich, wenn ein Kind sich selbst überlassen oder früh an andere übergeben wird (an die Krippe oder die Großeltern) Später wird es sehr wahrscheinlich damit zu kämpfen haben. Entweder es tut dann alles dafür, um diese Gefühle nicht spüren zu müssen oder es geht selbstständig in innere Isolation aus Angst vor diesen Gefühlen – und erfüllt sie sich quasi selbst.

Die erwachsene Tochter, die die Babyphase gesund durchlebt, hat kein Problem, ihre Bedürfnisse zu äußern. Sie hat eine gesunde Beziehung zum Essen und muss Essen nicht missbrauchen, um Gefühle zu ersticken oder überhaupt erstmal zu spüren. Sie weiß, sie ist etwas Besonderes, sie ist einzigartig auf der Welt und überall willkommen. Sie vertraut anderen Menschen und kann sich auf sie verlassen. Sie hat das Urvertrauen, dass irgendwie immer für sie gesorgt ist. Diese Tochter weiß auch, dass sie selbst für sich sorgen kann, also fähig ist dazu. Was gibt es Wichtigeres im Leben? Fast nichts.

Natürlich gibt es noch andere Faktoren, die auf die Tochter einwirken, aber ich schildere hier ein Modell.

Jede dieser 4 Phasen baut auf der anderen auf. Wenn du anderen nicht vertrauen kannst (nicht mal deiner Mutter), dann kann dich das sehr blockieren – in allen Beziehungen und Lebensbereichen. Um das zu heilen, beginne, deinem inneren Baby zu begegnen; das kannst du in Gedanken tun. Sag ihm all die Dinge, die es hätte hören wollen und müssen, um heute zu vertrauen. Das ist ein Anfang. Vielleicht nimmst du dir ein Foto von dir selbst aus dieser Zeit und lässt es auf dich wirken, spürst genau hin, was das Baby braucht. 

2. Phase «Ich bin ich»

3. Phase «Ich bin jemand»

4. Phase «Ich bin fähig»

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