Deine Mutter & Fehlgeburten

Sternenkinder

Als ich eine Klientin nach Fehlgeburten ihrer Mutter fragte, brach sie sofort in Tränen aus, weil sie tiefen Schmerz spürte. Nie hatte sie in Betracht gezogen, dass das irgendeine Rolle für sie spielen könnte, schon gar nicht in der Beziehung zu ihrer Mutter. 

So geht es den meisten. Denn Fehlgeburten sind immer noch ein großes Tabu innerhalb der Familie und in der Gesellschaft. Sehr schmerzhafte Emotionen hängen daran, die man zu vermeiden sucht. Aber sobald man rantippt, sind sie da – so sehr drängen sie ans Licht. 

Aber man könnte auch fragen: Warum belässt es man nicht dabei? Warum muss man daran rühren? Wieso muss man sich das antun?

Weil es unermesslich schwer wiegt.

Ich empfinde Hochachtung vor jeder Frau, die diese Emotionen mit sich trägt. Und doch ist ein Großteil dieser belastenden Emotionen – wie kann ich es ausdrücken, ohne anmaßend oder verletzend rüberzukommen – eine „Illusion“. Sie sind nicht „wahr“.

Natürlich sind sie da, fühlbar, in manchen Stunden kaum auszuhalten für die Betroffenen, aber sie sind nicht „notwendig“. Die Trauer kann nicht gefühlt werden, weil sie überdeckt wird von anderen Gefühlen: Scham, Versagen, Schuld. Und diese Gefühle basieren auf Gedanken wie: Ich habe versagt, ich bin schuld, es ist allein meine Verantwortung, ich bin unfähig als Frau, meine Mutter hat recht, wenn sie sagt, ich schaffe es doch nicht – Und ist das wahr? NEIN! Absolut NICHT!

Und die Liebe kann auch nicht fließen, sie ist genauso blockiert. Ich meine vor allem die Mutterliebe. Die ist zutiefst vorhanden, auch wenn das Ungeborene nur wenige Wochen alt geworden sein mag. Du bist die Mutter! Es ist dein Kind!

Jedes gezeugte Kind ist ein vollwertiges Familienmitglied, egal, ob es nach 9 Monaten oder nach nur wenigen Wochen den Bauch der Mutter verlässt. Es muss seinen richtigen Platz in der Familie bekommen. Sonst schmerzt es.

Unausgesprochenes blockiert die Liebe

Woran merkst du, dass du noch etwas zu verarbeiten hast? Daran, dass es dir schwer ums Herz wird, wenn du an das Kind denkst, das fehlgeboren oder abgetrieben wurde. Trauer ist völlig natürlich, ja, die Mutter verliert wahrhaftig einen Teil von sich. Bei einer Abtreibung gibt sie einen Teil von sich weg. Aber die unverarbeiteten negativen Emotionen belasten und wiegen schwer. Das kann kaum eine Frau vorher absehen. 

Die Gefühle der Mutter sind das eine, jedoch betrifft diese Erfahrung die gesamte Familie.

Zunächst das Paar: Die Frau zieht sich womöglich vom Partner zurück. Bei der Fehlgeburt z.B. aus Scham und dem Gefühl, versagt zu haben, bei der Abtreibung gibt es unterschiedliche Gründe, immer jedoch treffe ich auf Schuldgefühle. Wenn die Frau ihre Gefühle anschaut und verarbeitet, kann sie sich auch wieder dem Partner zuwenden und das Paar kann gemeinsam trauern und ihren anderen Kindern die Last nehmen.

Denn ungeborene Kinder können die nachfolgenden Geschwister in ihrem ganzen Sein enorm beeinträchtigen, wenn diese nicht in die Familie integriert sind.

Integriert sein heißt: sie haben ihren natürlichen Platz, ihre Anerkennung innerhalb der Familie. Sie werden weder verschwiegen, noch festgehalten durch Trauer und Schuld, noch verharmlost. Geschwisterliebe ist riesig, die Verbindung sehr tief. Die Lebenden wollen den geliebten Gestorbenen nah sein, sie ersetzen und sie haben oft Schuldgefühle, denn sie dürfen leben, ihre Geschwister nicht. So zumindest empfinden sie es unbewusst. 

Sternengeschwister und ungesehene Lebende

Ich will ein Beispiel erzählen: Das allererste Kind, ein Junge, war eine Fehlgeburt. Die Eltern hatten sich sehr einen Jungen gewünscht. Der Schmerz über den Verlust war kaum zu tragen. Es folgten weitere Fehlgeburten. Endlich kam ein Mädchen auf die Welt, gesund und munter. Sie blieb Einzelkind und wurde sehr verwöhnt. Und doch wurde das Verhältnis vor allem zur Mutter angespannt. Mit eigentlich harmlosen Bemerkungen brachte die Mutter sie verlässlich immer wieder auf 180, auch als sie schon längst eine eigene Familie hatte.

Während unserer gemeinsamen Arbeit zeigte sich: Die Mutter war unbewusst noch auf ihren gestorbenen Sohn fixiert; die Tochter/Klientin mit ihm identifiziert und sie hatte starke Schuldgefühle ihm gegenüber und sie fühlte sich von der Mutter nicht wahrgenommen – warum, ist klar. Wenn die Mutter/die Eltern energetisch beim ersten Kind sind, können sie kaum ganz im Hier und Jetzt sein, ist ihre Liebe nicht frei für die anderen Kinder. So können Spannungen zwischen Kind und Mutter/Eltern entstehen, basierend auf Fehlgeburten. Bei Abtreibungen ist das genauso möglich.

Weil diese beiden Erfahrungen so einschneidend für eine Familie sein können, wenn sie nicht vollständig verarbeitet werden, empfehle ich, das unbedingt zu heilen!

Ich biete Einzelsitzungen und längere Heilcoachings für Frauen, die eine Fehlgeburt oder eine Abtreibung erlebt haben.  Hier wird  alles in geschütztem und liebevollem Rahmen angeschaut und nachgeholt. Manchmal geht es recht schnell und es reicht eine Sitzung. Wenn du das machen möchtest, lade ich dich ein, hier noch mehr zu erfahren. Siehe weiter unten.

Geh den Schritt, auch wenn es dir noch so unangenehm oder schwer erscheinen mag! Du musst das nicht dein Leben lang ertragen.

Glaube mir, alle Frauen waren hinterher von einer Riesenlast befreit und mehr noch – sie haben endlich ihre tiefe Liebe fühlen können, für das Ungeborene und für ihre lebenden oder auch zukünftigen Kinder. Manchen wird dadurch die Angst vor weiteren Schwangerschaften genommen. 

Eines möchte ich noch erwähnen. Eine Fehlgeburt oder Abtreibung ist sehr oft ein Thema innerhalb der Familie. Somit werden durch die Heilarbeit auch alte Familienthemen aufgelöst und deine Kinder sind davon befreit.  

HIER kommst du zu noch mehr Informationen und die Möglichkeit, eine Heilsitzung zu buchen.  

Alles Liebe, Gesine

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